Bad Sebastiansweiler

Eine der wichtigsten württembergischen Sraßenverbindungen in den Süden war die Schweizer Straße. Dort errrichtete 1790 Sebastian Streib die Gastwirtschaft zur Sonne. Die Durchreisenden konnten in der Sonne einkehren und übernachten.

Bald bildete sich um die Gastwirtschaft eine kleine Siedlung, die nach ihrem Gründer Sebastiansweiler benannt wurde. 1840 wurde mit dem Waldhorn eine zweite Gastwirtschaft eröffnet. Die Sonne entwickelte sich nach und nach zum Heilbad, nachdem der Tübinger Professor Dr. H. F. Autenrieth 1829 die außerordentliche Wirksamkeit des Schwefelwassers aus dem nahen Butzental erkannt hatte.

1829 gab es in der Sonne schon 5 eingebaute Badekabinen, und schon im nächsten Jahr war die erste Erweiterung des Heilbades notwendig. Ursprünglich wurde das Schwefelwasser in Fässern mit dem Fuhrwerk aus dem Butzental zur Sonne transportiert. Anfang des 20. Jahrhunderts ersetzte dann die erste Röhrenleitung und ein Pumpwerk die mühsame Arbeit des Wasserholens.

Bis heute haben die Besitzer des Bades mehrmals gewechselt, die vorhanden Gebäude wurden erweitert, und es kamen neue hinzu. Inzwischen ist auch die ehemalige Gastwirtschaft Zur Sonne abgebrochen worden.

Blick über Bad Sebastiansweiler in den 60er Jahren Das Sonnenheim im Krieg Gesamtansicht von Bad Sebastiansweiler in den 30er Jahren