Schnapsbrenner
Schnaps gehört - wie offizielle Gastgeschenke nahelegen - an der Steinlach zu den Grundnahrungsmitteln. Auch wenn es in Notzeiten an allem mangelte, genug Gebranntes hatten die Steinlachtäler dank ihrer Obstbäume immer. So heißt es 1791 in einem Bericht an den württembergischen Herzog wenig charmant: Die Trunksucht hat bei den Alten wie bei den Jungen, welche diesem Laster ergeben sind, ihren Fortgang und das Tumultieren, unartig und ärgerlich sein der jungen Leute dauert wie vorher fort.
Zuerst wurde das Obst zur Gärung in einem sogenannten Maischefaß eingeschlagen.
Anschließend wurde die Maische gebrannt und destilliert.
Brenner Steinhilber beim Schüren des Brennofens
Nach dem Brennvorgang wurden feine Schwebstoffe aus dem Schnaps herausgefiltert.
Fertig ist der Schnaps. Brenner Steinhilber mißt mit einem gläsernen Alkoholmeter den Alkoholgehalt.
In Flaschen abgefüllt, wurde der Schnaps dann gehandelt. Im Bild ist eine alte Schnapsflasche aus dem Altarsockel der Peter- und- Paulskirche zu sehen.