Römische Siedlungsspuren
Nach der endgültigen Eroberung Galliens durch Cäsar nahmen die Römer nach und nach den mittleren Neckarraum in Besitz. Sumelocena, das heutige Rottenburg, wurde Garnison und Verwaltungszentrum. Ende des 1. Jahrhunderts nach Chr. errichtete man in der Umgebung eine Anzahl römischer Gutshöfe, die der Versorgung Sumelocenas dienten. Auch südlich von Belsen standen zwei ziegelgedeckte Gutshöfe auf Anhöhen über dem Talgrund. Einen guten Eindruck der Anlage und Bauweise eines römischen Gutshofes bietet die ausgegrabene und zum Teil rekonstruierte Römische Gutsanlage in Hechingen-Stein.
Im Jahre 1797 legte ein Wolkenbruch etwa 16 römische Gräber frei, sie befanden sich in der Steinsbreite am Fuße des Hügels der Belsener Kapelle. Die mit Backsteinen übermauerten Gräber wurden jedoch bald darauf wieder zugeschüttet.
In der Steinlach und zwar am Mühlenwehr Ofterdingen wurde im 19. Jahrhundert der Torso einer lebensgroßen römischen Steinfigur angeschwemmt. Das Haupt war von einer Sonnenscheibe umkränzt und in der linken Hand hielt sie eine Peitsche.
Die römische Gutsanlage in Hechingen-Stein